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SU und BaFöG

 

SU für ausländische Staatsbürger
Ausbildungsförderung

SU für ausländische Staatsbürger

Was ist SU?
Die staatliche dänische Ausbildungsförderung SU (Statens Uddannelsesstøtte) ist eine finanzielle Hilfe, die während einer Ausbildung in Anspruch genommen werden kann.
SU besteht aus zweierlei Komponenten, und zwar einem SU-Stipendium, das kostenlos gewährt wird, und einem SU-Darlehen, das nach beendeter Ausbildung zurückgezahlt werden muss.

SU wird normalerweise nur dänischen Staatsbürgern geleistet. Ausländische Staatsbürger können jedoch, was die Erlangung der Ausbildungsförderung betrifft, eine Gleichstellung beantragen und so SU für eine Ausbildung erhalten wie dänische Staatsbürger auch.

Die Gleichstellung gilt nur für die Ausbildung, für die im Rahmen des Antrages auf Gleichstellung SU beantragt wurde.

Die Gleichstellung kann gemäß dänischen Regeln oder gemäß den Regelungen des EU-Rechts erzielt werden.

Wer erstmalig SU beantragt, muss das allgemeine Antragsformular sowie ein Auskunftsformular für ausländische Staatsbürger ausfüllen. Beide Formulare müssen bei der Ausbildungsstätte eingereicht werden. Die Formulare sind unter
www.su.dk im Menü "Søg SU" erhältlich. Wer nochmals SU beantragt, etwa beim Ausbildungswechsel, muss nur das allgemeine Antragsformular ausfüllen.

Wenn bereits im Inland Ausbildungsförderung bezogen wird, wird keine dänische SU geleistet.
Wer im Inland Ausbildungsförderung bekommen kann, diese aber nicht erhält, kann auch keine dänische SU erhalten, es sei denn, man ist EU-/EWR-Staatsbürger (inkl. Island, Liechtenstein und Norwegen).

Gleichstellung nach dänischen Regeln
Ausländische Staatsbürger können nach den dänischen Regeln gleichgestellt werden und SU für eine Ausbildung in Dänemark beantragen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

Gesetz über die Integration von Ausländern in Dänemark
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie unter das Gesetz über die Integration von Ausländern in Dänemark fallen (Integrationsgesetz).

Sie sind zusammen mit Ihren Eltern nach Dänemark gekommen

Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie vor Vollendung des 20. Lebensjahres zusammen mit Ihren Eltern nach Dänemark gezogen sind. Als Voraussetzung gilt, dass die Familie weiterhin ihren Wohnsitz in Dänemark haben muss - Sie und Ihre Eltern müssen einen festen Aufenthalt in Dänemark haben.

Sie sind mit einem dänischen Staatsbürger verheiratet
Sie können gleichgestellt werden, wenn sie unmittelbar vor dem Zeitpunkt der Antragstellung mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Dänemark gewohnt haben und für die Dauer von mindestens zwei Jahren mit einem dänischen Staatsbürger verheiratet waren oder mit einem dänischen Staatsbürger in einer registrierten Partnerschaft gelebt haben. Es gilt als Voraussetzung, dass Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung weiterhin verheiratet sind oder in einer registrierten Partnerschaft leben müssen.

Sie hatten eine Beschäftigung
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie unmittelbar vor Beginn der Ausbildung, für die Sie SU beantragt haben, mindestens zwei Jahre ununterbrochen in Dänemark gewohnt haben und für die Dauer von mindestens 30 Wochenstunden einer Berufstätigkeit nachgingen. Berufstätigkeit heißt in diesem Zusammenhang, dass Sie mit einer gültigen Arbeitserlaubnis entweder eine übliche Beschäftigung mit einer üblichen Entlohnung im arbeitsrechtlichen Sinne oder eine Beschäftigung als selbständiger Gewerbetreibender hatten.

Ein Au-pair-Aufenthalt gilt nicht als Berufstätigkeit, da man als Au-pair keine Arbeitserlaubnis erhält, sondern nur eine Aufenthaltsgenehmigung für einen vorübergehenden Aufenthalt als Au-pair.

Wenn sich Ihre Berufstätigkeit nicht auf einen zusammenhängenden Zeitraum bezog oder nicht unmittelbar vor Beginn der Ausbildung lag, können Sie dennoch gleichgestellt werden, wenn die dazwischenliegenden Zeiträume:

von insgesamt höchstens dreimonatiger Dauer waren;
Zeiten mit bei der Arbeitsvermittlungsstelle registrierter Arbeitslosigkeit waren;
Zeiten von höchstens dreimonatiger Dauer waren, die für eine Arbeitsmarktausbildung, den Besuch einer Sprachschule und ähnliche Bildungsmaßnahmen verwendet wurden;
Krankheits- oder
Wehrdienstzeiten waren.

Zeiträume von zusammengerechnet einem Jahr werden mit Berufstätigkeit gleichgestellt, wenn Sie im Rahmen einer Geburt oder einer Adoption Ihr eigenes Kind nach den auf dem Arbeitsmarkt geltenden Regeln betreut haben.

Sie haben sich in Dänemark aufgehalten
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie unmittelbar vor dem Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre ununterbrochen in Dänemark gewohnt haben, ohne im Hinblick auf eine Ausbildung Aufenthalt in Dänemark genommen zu haben.

Sie stammen aus dem Landesteil Schleswig
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie deutscher Staatsbürger sind, aber der dänischen Minderheit im Landesteil Schleswig angehören. Sie müssen Ihre Zugehörigkeit zu Dänemark belegen können, z. B. indem Sie den Nachweis erbringen, die Duburgschule in Flensburg besucht zu haben.

Für südschleswigsche Studierende ist es besonders wichtig, sich spätestens am Vortag des Studienbeginns in Dänemark anzumelden, da ansonsten die Möglichkeit, Arbeitslosengeld zu erhalten, wegfällt.
Es ist gesetzliche Vorschrift, dass man am Tag vor Studienbeginn in Dänemark gemeldet sein muss, um bei Studienabschluss den sogenannten Dimittendensatz zu erhalten.
Weiterhin muss man sich spätestens 14 Tage nach Studienende bei einer A-Kasse angemeldet haben, um Arbeitslosenleistungen zu erhalten. Hier ist eine Karenzzeit von einem Monat zu beachten.

Ausreise aus Dänemark
Wenn Sie nach den dänischen Regeln gleichgestellt sind, müssen Sie beachten, dass die Gleichstellung entfällt, wenn Sie nach dem 30. April 2006 für einen zusammenhängenden Zeitraum von mehr als zwei Jahren aus Dänemark ausreisen.

Gleichstellung nach EU-Regeln
Ausländische Staatsbürger können mit dänischen Staatsbürgern gleichgestellt werden (was die Antragstellung auf SU betrifft), wenn eine oder mehrere der Bedingungen gemäß dem EU-Recht erfüllt sind.

Gleichstellung nach dem EU-Recht heißt, dass SU für eine Ausbildung in Dänemark und eine Auslandsausbildung beantragt werden kann.

Um die Bedingungen des EU-Rechts zu erfüllen, müssen Sie EU-/EWR-Staatsbürger (inkl. Island, Liechtenstein und Norwegen) oder Familienangehöriger eines EU-/EWR-Staatsbürgers sein. Wen es genau betrifft, erfahren Sie unten:

Sie haben bzw. hatten eine Beschäftigung in Dänemark
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie

  • EU-/EWR-Staatsbürger und Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark sind
  • EU-/EWR-Staatsbürger sind und Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark waren. Es muss eine inhaltlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen Ihrer Beschäftigung in Dänemark und der Ausbildung bestehen
  • EU-/EWR-Staatsbürger sind und Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark waren, aber aus gesundheitlichen Gründen oder wegen struktureller Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt eine berufliche Umschulung infolge unfreiwilliger Arbeitslosigkeit benötigen


Sie sind Kind eines EU-/EWR-Staatsbürgers
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie in Dänemark wohnhaft und Kind eines EU-/EWR-Staatsbürgers sind, der Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark ist oder war, und mit dem Elternteil, der in Dänemark Arbeitnehmer ist/war, in Dänemark wohnen oder gewohnt haben, während dieser in Dänemark Arbeitnehmer war. Dies setzt jedoch voraus, dass die Lebensumstände Ihrer Eltern - im Verhältnis zu Ihrem Alter oder selbständigen Status - billigerweise berücksichtigt werden können.

Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie nicht in Dänemark wohnhaft sind, aber Kind eines EU-/EWR-Staatsbürgers sind, der Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark ist und bis zum Beginn der Ausbildung für Ihren Lebensunterhalt aufkommt.

Sie sind Ehegatte eines EU-/EWR-Staatsbürgers
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie mit einem EU-/EWR-Staatsbürger, der in Dänemark Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender ist, verheiratet sind oder mit diesem in einer registrierten Partnerschaft leben. Sie müssen mit dem EU-/EWR-Staatsbürger zusammenwohnen oder mit diesem zusammengewohnt haben, während dieser Arbeitnehmer in Dänemark ist/war.

Sie sind Elternteil eines EU-/EWR-Staatsbürgers
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie Elternteil eines EU-/EWR-Staatsbürgers sind, der Arbeitnehmer oder selbständiger Gewerbetreibender in Dänemark ist. Sie müssen mit dem EU-/EWR-Staatsbürger zusammenwohnen oder mit diesem zusammengewohnt haben, während dieser Arbeitnehmer in Dänemark ist/war. Dieser EU-/EWR-Staatsbürger muss für Ihren Lebensunterhalt aufkommen.

Sie waren für die Dauer von fünf Jahren in Dänemark wohnhaft
Sie können gleichgestellt werden, wenn Sie EU-/EWR-Staatsbürger oder Familienangehöriger eines EU-/EWR-Staatsbürgers sind und sich über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens fünf Jahren in Dänemark aufgehalten haben.

Studierende, denen SU bewilligt wurde, mit Wohnsitz im Ausland, z. B. Deutschland, müssen Steuern in Dänemark zahlen (unbedingt auf die frikort (Steuerfreibetrag) oder die Lohnsteuerkarte achten, die bei den Steuercentern erhältlich sind -
www.skat.dk). Wer im Ausland wohnt, ist nicht in Dänemark krankenversichert, sondern muss sich selbst um die Anmeldung bei einer Krankenkasse bemühen, entweder bei der gesetzlichen oder der freiwilligen. Die gesetzliche Krankenkasse ist in vielen Fällen die günstigere.


SU an dänische Staatsbürger, die im Ausland studieren
Studieren im Ausland
Sie können Ihre SU mit ins Ausland nehmen, entweder für eine Ausbildung oder einen Studienaufenthalt.

Studienaufenthalt
Sie können SU für Studienaufenthalte im Ausland als Teil Ihrer dänischen Ausbildung erhalten. Achten Sie bitte darauf, dass Informationen zu Studienaufenthalten nur unter
www.su.dk im Menü "Studieophold" zu finden sind. Die restlichen Informationen auf diesen Seiten beziehen sich auf SU für vollständig im Ausland durchgeführte Ausbildungen.

Auslandsausbildungen
Sie können SU für eine Auslandsausbildung erhalten, wenn Sie eine vollständige Ausbildung oder eventuell ein Aufbaustudium im Anschluss an eine dänische Ausbildung im Ausland absolvieren möchten. Die Regeln sind unterschiedlich, je nach dem, ob die Ausbildung in Skandinavien oder außerhalb Skandinaviens durchgeführt wird.
Wenn Sie bereits mit Ihrer Ausbildung im Ausland begonnen haben, könnten Sie besondere Informationen benötigen.
Mehr erfahren Sie unter
www.su.dk im Menü "Uddannelse i udlandet".

Wer sich für eine Auslandsausbildung entscheidet, muss auf mehrere Dinge achten.

Sie sollten sich genau überlegen, ob Ihnen die gewählte Ausbildung die Möglichkeiten bietet, die Sie suchen, und ob die finanzielle Grundlage gegeben ist, die Ausbildung zu absolvieren.
Sie sollten sich auch überlegen, ob Sie Ihre Ausbildung stattdessen in Dänemark absolvieren und sie mit einem Studienaufenthalt im Ausland kombinieren möchten.

Planen Sie Ihre Ausbildung - rechtzeitig
Vieles hängt vom Studienort und von der Wahl und der Dauer der Ausbildung ab.
Für das Studieren im Ausland gelten unterschiedliche Regeln, je nach dem, wo man studieren möchte. Darüber erfahren Sie mehr unter
www.su.dk "Læse i Norden" und "Læse uden for Norden".
Neben den Regeln für SU für Auslandsausbildungen gelten im Übrigen die allgemeinen SU-Regeln, z. B. wenn Sie nebenbei Geld verdienen möchten, krank werden, Kinder haben usw.

Kriterien
Um für eine vollständig im Ausland durchgeführte Ausbildung SU zu erhalten, müssen Sie dänischer Staatsbürger sein. Sie können jedoch auch als ausländischer Staatsbürger gemäß den Regeln des EU-Rechts SU beantragen, siehe oben.

Falls Sie SU für eine Auslandsausbildung beantragen, müssen Sie sich über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens zwei Jahren innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Zeitpunkt der Antragstellung auf SU in Dänemark aufgehalten haben. Diese Bedingung gilt jedoch nicht, wenn SU für das Abitur an der Duburgschule in Flensburg beantragt wird. Diese Regel gilt, wenn nach dem 1. Juli 2002 SU für Auslandsausbildungen beantragt wird.

Sie müssen beachten, dass die Genehmigung jeder einzelnen Ausbildungsstufe für sich beantragt werden muss. D. h., dass für ein eventuelles Aufbaustudium in Anschluss an die Ausbildung (gestaffelte Ausbildungen) erneut ein Antrag gestellt werden muss, und auch zu diesem Zeitpunkt der Antragstellung müssen die Bedingungen bezüglich des zweijährigen zusammenhängenden Aufenthalts in Dänemark innerhalb der letzten 10 Jahre erfüllt sein.

Genehmigung der Ausbildung
Wenn Sie bereits wissen, welche Ausbildungsstätte Sie besuchen und welche Ausbildung Sie absolvieren möchten, kann bei der Auslandsabteilung des Amtes für Ausbildungsförderung (SU-styrelsen) ein Antrag auf Genehmigung der Ausbildung gestellt werden, auch wenn Sie noch nicht aufgenommen worden sind. Das Amt genehmigt nur Ausbildungen, die zu einer allgemeinen Berufsqualifikation in Dänemark führen.

Seien Sie kritisch
Vergewissern Sie sich, dass die Ausbildung und die Ausbildungsstätte vom Bildungsministerium des Studienlandes oder einer entsprechend qualifizierten Aufsichtsinstanz anerkannt sind. Versuchen Sie auch, so viel Material wie möglich über die gewünschte Ausbildung zu besorgen.

Broschüre für Jugendliche, die im Ausland studieren möchten
Im Zuge des zunehmenden Interesses für ein Studium im Ausland ist jetzt eine entsprechende Broschüre erschienen,
www.su.dk "Læse i udlandet" "Uddannelse i udlandet" "Pjece".


Sie möchten eine vollständige Ausbildung außerhalb Skandinaviens beginnen
Normalerweise wird SU für die Regelstudiendauer geleistet, jedoch höchstens vier Jahre.
Dauert die Ausbildung länger als vier Jahre, wird SU nur für die letzten vier Jahre der Regelstudiendauer gewährt.
Zusätzliche SU ist nicht möglich, auch nicht wenn Sie für Ihr Studium mehr Zeit benötigen.

Grundsätzlich können Sie jedoch keine SU für das erste Jahr einer weiterführenden Auslandsausbildung erhalten, wenn das erste Jahr dem Niveau einer gymnasialen Ausbildung oder einer ähnlichen allgemeinen Bildung in Dänemark entspricht. Bei der Ermittlung der vier Jahre werden Zeiträume mit bezahltem Praktikum nicht berücksichtigt.

In sehr wenigen Fällen wird ein Zusatzstipendium für Unterrichtsgebühren gewährt. Diese Ausbildungen werden außerdem während der gesamten Ausbildungsdauer gefördert, obwohl sie länger als vier Jahre dauern. Es handelt sich dabei um Ausbildungen, die einen besonderen beruflichen Bedarf in Dänemark decken dürften, bei denen eine Ausbildung mit dem gleichen beruflichen Zweck in Dänemark nicht möglich ist. Die Liste dieser Ausbildungen wird einmal jährlich revidiert. Es handelt sich dabei um folgende Ausbildungen:

Hotelverwaltung (Ausbildung auf Diplom-/Masterebene)
Tourismus (Ausbildung auf Diplom-/Masterebene)
Kombinationsausbildungen aus Wirtschaft (u. a. Management und Marketing) und Sprachen (inkl. Kultur-/Landeskunde). Dazu zählen Ausbildungen, die von Anfang an als eine gleichwertige Kombination aus Wirtschaft und Sprachen ausgelegt sind und im sprachlichen Bereich nicht durch entsprechende dänische Kombinationsausbildungen abgedeckt werden.
Gerbereitechniker
Puppenspielerausbildung auf hohem Niveau, d. h. in der Regel mit einer Regelausbildungsdauer von über drei Jahren.
Outdoor-/Naturführerausbildung im naturwissenschaftlichen Bereich (mindestens auf Bachelorebene). Die Ausbildung muss von Anfang an mit einem Schwerpunkt auf Outdoor-Aktivitäten in der Natur ausgelegt sein.

Wer das Zusatzstipendium beantragt, muss zusammen mit dem Antrag eine Dokumentation für die Höhe der Unterrichtsgebühr und deren Zahlung einreichen. Diese Dokumentation muss von der Ausbildungsstätte ausgestellt sein.

Die Unterrichtsgebühr muss für das Gehalt der Lehrkräfte verwendet werden
Es ist wichtig, dass ganz deutlich ersichtlich ist, wie hoch die eigentliche Unterrichtsgebühr ist, d. h. die Gebühr zur Deckung der Gehälter der Lehrkräfte. Wird diese eindeutige Dokumentation seitens der Ausbildungsstätte nicht mit eingereicht, kann zur Gewährung eines Zusatzstipendiums keine Stellung genommen werden.
Folgendes ist nicht förderungsfähig:

  • Anmeldungs- oder Eintragungsgebühren
  • Prüfungsgebühren
  • Bibliotheksgebühren
  • Unterrichtsmaterial etc.


Ausbildungen, für die keine SU geleistet wird
Für einige Auslandsausbildungen wird keine SU geleistet. Zum Beispiel:

  • Ausbildungen an einer offenen Universität
  • Auf Ausländer ausgerichtete Sprachkurse
  • Ausbildungen an High Schools
  • Die meisten Grundkurse - SU wird nur für Grundkurse geleistet, die für alle Studierenden ein obligatorischer Bestandteil der Ausbildung zur beruflichen Qualifikation sind.
  • Aufenthalte als Gaststudierender
  • Korrespondenzunterricht
  • Ergänzungskurse


Auszahlung
Es werden höchstens 85 % der tatsächlichen Unterrichtsgebühr gedeckt.
Das Zusatzstipendium wird in monatlichen Raten zusammen mit dem allgemeinen Stipendium ausgezahlt. Auf das Zusatzstipendium für Unterrichtsgebühren bei Auslandsausbildungen müssen keine Steuern gezahlt werden.
Die aktuellen Sätze für das Zusatzstipendium entnehmen Sie
www.su.dk "Hvor meget kan du få".

Nachweis der Studienaktivität
Bei einem Studium im Ausland müssen Sie zweimal jährlich einen Nachweis für Ihre Studienaktivität einreichen, um weiterhin SU beziehen zu können.
Mehr erfahren Sie unter www.su.dk "Læse i udlandet" - "Når du er i gang".

Steuern auf SU für Studierende im Ausland
Sie müssen Steuern auf die SU zahlen, wenn Sie eine Ausbildung vollständig im Ausland absolvieren, sowie bei Studienaufenthalten. Das SU-Amt behält automatisch vor der Auszahlung die Steuern auf das Stipendium ein.
Dazu müssen Sie sich im betreffenden Jahr in Dänemark zur Steuervoranmeldung anmelden. Wenn das nicht bereits erfolgt ist, müssen Sie sich an ein Steuercenter in Dänemark wenden, damit es geschieht. Wenn nicht, werden vor der Auszahlung des Stipendiums 60 % Steuern einbehalten.
Wenn Sie eine Lohnsteuerkarte bekommen haben, müssen Sie diese bei einem Steuercenter in Dänemark abgeben, nicht beim SU-Amt. Ihre Lohnsteuerkarte wird dann elektronisch an das SU-Amt weitergeleitet.

Auf die SU-Leistung muss kein Arbeitsmarktbeitrag entrichtet werden.




BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) in Deutschland an ausländische Staatsbürger

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz - BaföG - hat die Aufgabe, die finanziellen Belastungen einer Ausbildung, ob an Abendschulen, höheren Fachschulen oder Universitäten, auszugleichen.

Wer hat Anspruch auf Leistungen
Persönliche Voraussetzungen für den Anspruch auf Ausbildungsförderung sind grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit, Eignung und ein bestimmtes Höchstalter.

Staatsangehörigkeit
Ausbildungsförderung wird zunächst Deutschen geleistet. Daneben erhalten bestimmte ausländische Auszubildende Förderung, wenn z.B. ein Elternteil bzw. der Ehegatte Deutscher oder der Auszubildende Asylberechtigter, aufgenommener Flüchtling oder Heimatloser ist. In weitem Umfang sind auch Auszubildende aus EU-Mitgliedstaaten mit inländischem Wohnsitz in den Förderungsbereich des BAföG einbezogen. Anderen Ausländern wird im Regelfall Ausbildungsförderung geleistet, wenn sie oder zumindest ein Elternteil vor Beginn der Ausbildung fünf bzw. drei Jahre in Deutschland erwerbstätig waren.

Eignung
Die Ausbildung wird gefördert, wenn die Leistungen des Auszubildenden erwarten lassen, dass er das angestrebte Ausbildungsziel erreicht. Dies wird im Allgemeinen angenommen, solange der Auszubildende die Ausbildungsstätte besucht oder am Praktikum teilnimmt. Bei Studierenden an höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen ist es erforderlich, dass sie mit Beginn des fünften Fachsemesters Eignungsnachweise vorlegen. Schreiben Ausbildungs- und Prüfungsordnungen Zwischenprüfungen vor dem dritten Semester vor, ist die Förderung auch im dritten und vierten Semester von der Vorlage entsprechender Nachweise abhängig.

Alter
Schülerinnen, Schüler und Studierende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie die Ausbildung, für die sie Förderung beantragen, vor Vollendung des 30. Lebensjahres beginnen. Wer nach Vollendung des 30. Lebensjahres eine Ausbildung beginnt, erhält nur in besonderen Ausnahmefällen Ausbildungsförderung.

Wird eine Ausbildung im Ausland gefördert?
Für eine Ausbildung im Ausland wird Förderung beim Vorliegen besonderer Voraussetzungen gewährt:

Innerhalb der Europäischen Union kann eine Ausbildung bis zum Erwerb des ausländischen Ausbildungsabschlusses gefördert werden, wenn der Auszubildende die Ausbildung nach einer mindestens einjährigen, inländischen Ausbildungsphase im Ausland fortsetzt.

Auslandsaufenthalte im Rahmen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen einer inländischen und ausländischen Ausbildungsstätte können unabhängig von einer einjährigen Ausbildungsphase im Inland für die jeweilige Dauer der Auslandsausbildung gefördert werden.

Auslandsausbildungen, die im Rahmen einer Inlandsausbildung außerhalb der EU durchgeführt werden, sind für die Dauer von einem Jahr bzw. bei Vorliegen besonderer Gründe für maximal zweieinhalb Jahre förderungsfähig.

Stets erforderlich sind ausreichende Kenntnisse der Unterrichts- und Landessprache.

Eine Auslandsausbildung nach Nr. 3 kann außerdem nur gefördert werden, wenn

  • die Ausbildung im Ausland nach dem Ausbildungsstand förderlich ist (d.h. regelmäßig Grundkenntnisse in einem mindestens einjährigen Studium im Inland erworben wurden) und mindestens teilweise auf die Inlandsausbildung angerechnet werden kann, und
  • der Auslandsaufenthalt mindestens sechs Monate oder ein Semester bzw. zwölf Wochen (Praktikum, Studium in Rahmen einer Hochschulkooperation) dauert.


Gefördert werden kann der Besuch von Ausbildungsstätten, die den Gymnasien ab Klasse 11, höheren Fachschulen, Akademien, Hochschulen oder bestimmten Berufsfachschulklassen gleichwertig sind, jedoch nicht der Besuch anderer Ausbildungsstättenarten wie z.B Abendgymnasien, Fachschulklassen und Berufsaufbauschulen. Gymnasiasten aus Bundesländern, in denen das Abitur nach zwölf Schuljahren erworben wird, sowie Gymnasiasten, die ihr Abitur aufgrund landesrechtlicher Sonderregelungen schon nach zwölf Schuljahren erwerben, können auch Förderung für einen Auslandsaufenthalt in der Klasse 10 erhalten.

Ein Auslandspraktikum im Rahmen eines Studiums mit einer Mindestdauer von zwölf Wochen kann gefördert werden, wenn es für die Durchführung der Ausbildung erforderlich und in Ausbildungsbestimmungen geregelt ist. Außerdem muss das Praktikum im Ausland nach dem Ausbildungsstand förderlich sein und die Ausbildungsstätte bzw. die zuständige Prüfungsstelle muss anerkennen, dass die Praktikantenstelle den Anforderungen der Prüfungsanordnung genügt. Praktika außerhalb Europas werden nur gefördert, wenn sie besonders förderlich sind.

Vollständig im Ausland durchgeführte Ausbildungen können nicht gefördert werden.

Eine Ausnahme besteht nur

  • für deutsche Auszubildende und Auszubildende aus EU-Mitgliedstaaten, die täglich von ihrem ständigen Wohnsitz in Deutschland eine im Ausland gelegene Ausbildungsstätte besuchen und ihre gesamte Ausbildung dort absolvieren (Grenzpendler);
  • für deutsche Auszubildende mit ständigem Wohnsitz im Ausland (Auslandsdeutsche) denen ausnahmsweise nicht zugemutet werden kann, ihre Ausbildung in Deutschland durchzuführen (z.B. minderjährige Schülerinnen oder Schüler).


Ausbildungsförderung für eine vollständige Ausbildung im Ausland wird auch Deutschen geleistet, die ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben und der dänischen Minderheit angehören, wenn sie eine in Dänemark gelegene Ausbildungsstätte besuchen und die Ausbildung im Inland nicht durchgeführt werden kann.

Die Anträge sind in jedem Fall mindestens sechs Monate vor Beginn des Ausbildungsabschnitts zu stellen.

Steuern
Die Leistungen nach dem BAföG sind steuerfrei.

Quellen:
www.auslandsbafoeg.de - www.das-neue-bafoeg.de in der Broschüre "Ausbildungsförderung: BAföG, Bildungskredit und Stipendien,